Die häufigsten Fragen zum Bereich Neubau im wohnfonds_wien. Wir bemühen uns, das FAQ stets aktuell zu halten. Sollte Ihnen etwas auffallen oder fehlen, schicken Sie uns eine Mail an office@wohnfonds.wien.at.
Über die folgenden Kategorien kommen Sie zu den jeweiligen themenspezifischen Fragen und Antworten.
Nach einem Beschluss im Wiener Gemeinderat wurde der Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds (WBSF) − nunmehr wohnfonds_wien − 1984 gegründet. Aus den ursprünglichen Aufgaben − der Bevorratung von Grundstücken für den geförderten Wohnungsneubau sowie der Beratung und Begleitung von Althaussanierungen − entwickelte sich ein umfassendes Stadterweiterungs- und Stadterneuerungsprogramm.
Die Geschäftsfelder Neubau und Sanierung gliedern sich in mehrere Bereiche. Beim Neubau steht sowohl das Liegenschaftsmanagement mit Grundstücksakquisition, Grundstücksverwaltung und Projektentwicklung als auch die Qualitätssicherung mit den Instrumenten Bauträgerwettbewerb, Grundstücksbeirat und Qualitätsbeirat im Vordergrund. Die Sanierung umfasst die geförderte Wohnhaussanierung, WieNeu (ehemals Blocksanierung) und die Hauskunft, eine Servicestelle für alle Fragen rund um das Thema Sanierung.
Mehr Informationen finden Sie unter: https://www.wohnfonds.wien.at/ueber_uns
Für die Wohnbaupolitik in Wien ist das Bekenntnis zum sozialen Wohnbau einer der zentralen Parameter. Eine starke Planungstradition mit einer stufenweisen Stadtentwicklung, eine aktive Bodenbevorratung, die Qualitätssicherung durch etablierte Instrumente im Neubau und bei der Sanierung von Wohnbauten sowie der damit eng verknüpfte gezielte Einsatz von Wohnbauförderungsmitteln stellen wichtige Eckpfeiler dar, die das Erfolgsmodell des geförderten Wohnbaus auszeichnen.
Der wohnfonds_wien zählt sowohl bei der Stadterneuerung als auch bei der Entstehung von Neubauten und von kompletten Stadtquartieren zu den federführenden Akteur*innen. Er übernimmt im Auftrag der Stadt Wien zahlreiche Aufgaben wie zum Beispiel die Sicherung der Qualitätsvorgaben der Stadtteilplanung, den Ankauf von Grundstücken, die Liegenschaftsentwicklung, die Projektentwicklung und die Sicherung der ökonomischen, sozial nachhaltigen, architektonischen und ökologischen Qualitäten.
Mit der Wohnbau-Offensive 2024+ geht der wohnfonds_wien den weltweit renommierten Erfolgsweg des „Wiener Modells“ des sozialen Wohnbaus weiter und bringt in den kommenden Jahren insgesamt rund 22.200 geförderte Wohnungen auf den Weg. So entsteht leistbarer, bedarfsgerechter und ökologisch hochwertiger Wohnraum für mehr als 45.000 Menschen.
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Der wohnfonds_wien verfügt mit dem Bauträgerwettbewerb, dem Grundstücksbeirat und dem Qualitätsbeirat über drei Instrumente, die auf verschiedenen Ebenen – von einzelnen geförderten Wohnprojekten bis zum gesamten Stadtquartier – die im Wiener Wohnbau vorgegebenen Qualitäten sichern.
Die Beurteilung erfolgt auf Basis des 4-Säulen-Modells, bestehend aus den Beurteilungskriterien Ökonomie, Soziale Nachhaltigkeit, Architektur und Ökologie. Die interdisziplinäre Zusammensetzung der Wettbewerbsjury beziehungsweise der Beirat gewährleisten, dass alle Aspekte gleichwertig betrachtet und beurteilt werden. Die Ausgewogenheiten der Disziplinen und die Gesamtqualität spielen dabei eine wesentliche Rolle und garantieren, dass öffentliche Fördermittel treffsicher zum Einsatz kommen sowie Grund und Boden hochqualitativ verwertet und entwickelt werden.
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Jedes geförderte Neubauprojekt hat im Sinne des Wiener Wohnbauförderungs- und Wohnhaussanierungsgesetzes ein Verfahren zur Bewertung seiner Qualitäten zu durchlaufen.
Verfügt ein Bauträger über eine Liegenschaft und möchte für ein Wohnbauvorhaben Mittel der Wohnbauförderung in Anspruch nehmen, so wird das Projekt vom Grundstücksbeirat beurteilt.
Der wohnfonds_wien stellt seine Liegenschaften dem geförderten Wohnbau über Bauträgerwettbewerbe zur Verfügung, wobei die eingereichten Projekte ebenfalls von einem Gremium beurteilt und das beste Projekt ausgewählt wird. Aber nicht nur Liegenschaften des wohnfonds_wien werden über Bauträgerwettbewerbe vergeben, sondern auch Liegenschaften von Dritten, die diese dem geförderten Wohnbau zuführen möchten. Ab einem Volumen von 500 geförderten Wohneinheiten ist jedenfalls ein Bauträgerwettbewerb durchzuführen.
Die Beurteilungsgremien setzen sich aus Fachleuten aus den Bereichen Architektur, Städtebau, Bautechnik/Bauphysik, Wohnrecht, Ökologie, Landschaftsplanung, Soziologie und Wohnbauforschung zusammen.
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Der wohnfonds_wien organisiert seit 1995 national und international anerkannte Bauträgerwettbewerbe, die das Ziel verfolgen, sozialen Wohnbau unter Beachtung von Qualitätskriterien zu leistbaren Bedingungen zu ermöglichen. Dadurch werden geeignete Bauplätze gezielt dem geförderten Wohnbau zugeführt.
Befindet sich ein Bauplatz im Besitz des wohnfonds_wien oder sollen auf Liegenschaften von Dritten mit Fördergeldern des Landes Wien mehr als 500 geförderte Wohneinheiten errichtet werden, wird vom wohnfonds_wien ein sogenannter Bauträgerwettbewerb durchgeführt. Für ausgelobte Bauplätze entwickeln Bauträger und Architekt*innen gemeinsam mit Expert*innen Realisierungskonzepte. Die eingereichten Beiträge werden von einer interdisziplinären Fachjury anhand des 4-Säulen-Modells (Ökonomie, Soziale Nachhaltigkeit, Architektur und Ökologie) bewertet. Das Siegerprojekt wird dem Land Wien zur Förderung empfohlen und auf dem ausgelobten Bauplatz realisiert.
Bauträgerwettbewerbe haben spezielle thematische Schwerpunkte wie zum Beispiel Wohnen und Arbeiten, Wohnen für Alleinerziehende, Sport und Bewegung oder Holzbau. Das Instrument Bauträgerwettbewerb ist ein Innovationsmotor, der stets über Vorbildwirkung verfügt. Durch das Verfahren wird sichergestellt, dass der geförderte Wohnbau in Wien stets Lösungen für aktuelle und künftige Herausforderungen bietet, am Puls der Zeit bleibt und Angebote für die Wohnbedürfnisse von verschiedenen Bevölkerungsgruppen schafft.
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Der Grundstücksbeirat ist sozusagen der kleine Bruder des Bauträgerwettbewerbs. Besitzt ein Bauträger bereits eine Liegenschaft, auf der ein Wohnbauvorhaben mit weniger als 500 Wohneinheiten mit Fördermitteln des Landes Wien geplant ist − mit Ausnahme von Eigenheimen, Kleingartenwohnhäusern und Dachgeschoßausbauten − bewertet der Grundstücksbeirat die Qualitäten. Analog zum Bauträgerwettbewerb erfolgt die Beurteilung nach den vier Säulen: Ökonomie, Soziale Nachhaltigkeit, Architektur und Ökologie. Der Grundstücksbeirat, dessen Geschäftsstelle im wohnfonds_wien angesiedelt ist, tagt in der Regel monatlich.
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Die Tätigkeiten des wohnfonds_wien ermöglichen ein vielfältiges, gut leistbares Wohnungsangebot in qualitätsvollen, geförderten Neubauten in Wien, die stets unter ökologischen Gesichtspunkten errichtet werden. Gemeinschaftseinrichtungen in den Gebäuden und in den großzügigen Freiräumen fördern eine gute Nachbarschaft. Basis für die Qualitätssicherung sind klar definierte Kriterien, die unter dem Begriff „4-Säulen-Modell“ zusammengefasst werden.
Neben der erzielten Gesamtqualität steht die Ausgewogenheit der vier Qualitätssäulen – Ökonomie, Soziale Nachhaltigkeit, Architektur und Ökologie – im Vordergrund. Jedes geförderte Neubauprojekt wird aufgrund dieser Kriterien überprüft – entweder in einem öffentlichen Bauträgerwettbewerbsverfahren oder durch den Grundstücksbeirat. Nur wenn alle Anforderungen ausreichend erfüllt sind, wird eine Empfehlung für die Wohnbauförderung ausgesprochen.
Hier finden Sie ein Dokument mit weiteren Details zum "4-Säulen-Modell": Download PDF
Leistbarkeit stellt eine zentrale Eigenschaft des sozialen Wohnbaus in Wien dar. Sie findet sich nicht nur in jeder Beurteilung des Grundstücksbeirats und in jeder Bauträgerwettbewerbsjury als Querschnittsmaterie bei den drei Beurteilungskriterien Architektur, Soziale Nachhaltigkeit und Ökologie, sondern vor allem auch in der eigenständigen Säule Ökonomie. Durch Effizienz in der Planung, während des Baus, im Betrieb und bei der Finanzierung werden neben klassisch geförderten Wohnungen auch besonders günstige Wohnungen zum Beispiel aufgrund der sogenannten Superförderung (Eigenmittel ca. 90 Euro pro Quadratmeter) realisiert.
2012 startete die Stadt Wien eine weitere Initiative zum Thema „Leistbarkeit“: das SMART-Wohnbauprogramm. Merkmale der „smarten“ Wohnungen sind gut durchdachte, kompakte Grundrisse und kostengünstige Konditionen (um 25 % reduzierter Hauptmietzins, Eigenmittel max. 60 Euro pro Quadratmeter). Anfangs wurde ein Drittel der geförderten Wohnungen als „smarte“ Variante realisiert, seit Herbst 2019 sind es 50 Prozent. 2015 beschloss die Stadt Wien, nach 15-jähriger Pause wieder Gemeindebauten zu errichten. Gemeindewohnungen NEU zeichnen sich durch eine günstige Miete und den Entfall der Eigenmittel aus.
2009 wurde im geförderten Wiener Wohnbau das 3-Säulen-Modell, bestehend aus Architektur, Ökonomie und Ökologie, ergänzt. Ab diesem Zeitpunkt beurteilten die Expert*innen des Grundstückbeirats und die Jury des Bauträgerwettbewerbs auch ein weiteres, viertes Qualitätskriterium – die Soziale Nachhaltigkeit. Diese umfasst sehr unterschiedliche Aspekte, die von Alltagstauglichkeit und Kostenreduktion durch Planung bis hin zu Wohnen in Gemeinschaft sowie Wohnen für wechselnde Bedürfnisse und für unterschiedliche Zielgruppen reichen.
Ergebnisse sind neben „klassischen“ geförderten Wohnungen spezielle Wohnformen für Alleinerziehende, Senior*innen, Studierende, Lehrlinge, Flüchtlinge oder Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Wohngemeinschaften, Clusterwohnungen (eigene Wohnung mit angeschlossenem Raum zur gemeinschaftlichen Nutzung) sowie betreutes und temporäres Wohnen. Dabei werden oft Kooperationen mit Trägerorganisationen eingegangen. Ebenfalls ein zentrales Thema: die Barrierefreiheit. Gemeinschaftsflächen und Begegnungszonen in den Gebäuden und im Freien erweitern den Wohnraum und fördern das Miteinander. Mitbestimmung und Beteiligung der Bewohner*innen werden großgeschrieben und Besiedelungsbegleitung angeboten.
Seit dem ersten Bauträgerwettbewerb 1995 beurteilt eine interdisziplinär besetzte Expert*innenjury bei jedem Verfahren auch die architektonischen Qualitäten der eingereichten Beiträge. Städtebau, Architektur-, Wohn- und Freiraumqualität werden mit den Bedürfnissen der zukünftigen Bewohner*innen in Einklang gebracht.
Realisierte Siegerprojekte, die in diesem Bereich besonders hervorstachen, wurden in der Vergangenheit mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Neben dem von der Stadt Wien und dem wohnfonds_wien vergebenen Wiener Wohnbaupreis für geförderte Neubauten sind hier der Österreichische Staatspreis für Architektur & Nachhaltigkeit sowie der Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der Architekt*innen zu nennen. Die Würdigungen von geförderten Projekten, die sich bei diesen Auszeichnungen oftmals auch gegen die freifinanzierte Konkurrenz durchsetzen, sind ein Beweis für die hohen Qualitäten und Standards im sozialen Wohnbau in Wien.
Wien ist beim Klimaschutz seit vielen Jahren internationaler Vorreiter. Ökologische Aspekte waren bei den Bauträgerwettbewerben von Anfang an zentrale Beurteilungskriterien. Im Rahmen des 4-Säulen-Modells umfassen sie Bereiche wie städtebauliche Qualitäten, klima- und ressourcenschonendes Bauen und umweltbewusstes Wohnen.
Auf dem Prüfstand stehen dabei die Verbesserung energetischer Standards, der Einsatz erneuerbarer Energie, die Minimierung von Emissionen in der Herstellung von Wohngebäuden, die Steigerung der Wohngesundheit sowie die Gestaltung und Nutzbarkeit der Grün- und Freiräume. Infolge des Klimawandels hat die Ökologie noch an Bedeutung zugenommen und bei einigen Bauträgerwettbewerben steht die Behandlung spezifischer Umweltaspekte deutlich im Vordergrund.
Demografische Veränderungen in der Bevölkerung, wie zum Beispiel der steigende Anteil der Singles und der Alleinerziehenden, stellen immer wieder neue Anforderungen an den geförderten Wohnbau. Kostengünstige und bedarfsangepasste Wohnungen sind gefragt. Daher hat die Stadt im Jahr 2012 das SMART-Wohnbauprogramm für junge Wohnungssuchende (Startwohnungen), Senior*innen, Wohngruppen, Jungfamilien und Alleinerziehende ins Leben gerufen. SMART-Wohnungen verbinden optimale Wohnraumnutzung mit leistbaren Mieten.
Merkmale sind gut durchdachte Grundrisse und kostengünstige Konditionen (um 25 % reduzierter Hauptmietzins, Eigenmittel max. 60 Euro pro Quadratmeter). Wichtige Qualitätsanforderungen sind unter anderem die wohnungsbezogenen Freiräume wie Balkone und Loggien sowie Kompensationsflächen in Form von gemeinschaftlichen und individuellen, mietfreien Raumangeboten außerhalb der Wohnungen. War am Anfang ein Drittel der geförderten Wohnungen als „smarte“ Variante zu realisieren, wurde der Anteil ab 1. Oktober 2019 auf 50 Prozent angehoben.
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Eine zentrale Aufgabe des geförderten Wohnbaus ist es, auf den Wandel der städtischen Gesellschaft und auf die Bedürfnisse der Bevölkerung einzugehen. So leben heute in mehr als einem Viertel der Wiener Haushalte Alleinerziehende mit Kindern. Auf Initiative von Vizebürgermeisterin, Frauen- und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál wurde im November 2018 die Schaffung von speziellen Wohnformen für diese Zielgruppe im geförderten Wohnbau als Maßnahme verankert. Bei sämtlichen größeren Wohnprojekten wird seitdem von Bauträgern und Architekt*innen erwartet, auch Wohnraum speziell für Alleinerziehende zu planen.
Leistbarkeit, an die Bedürfnisse angepasste Grundrisse und Gemeinschaftsbereiche sowohl in den Gebäuden als auch im Freien spielen eine große Rolle. Oberstes Ziel dabei: die Eigenständigkeit der Bewohner*innen zu gewährleisten, sowie das tägliche Miteinander und die nachbarschaftliche Unterstützung zu fördern. Das Ergebnis ist ein breitgefächertes Wohnungsangebot, das kompakte, kostengünstige SMART-Wohnungen mit mehreren, kleineren Räumen, Clustereinheiten mit eigenem Wohnbereich und Gemeinschaftsküchen sowie Wohngemeinschaften umfasst.
Besonders im geförderten Wohnbau nehmen ökologische Maßnahmen seit langem eine zentrale Rolle ein. Der Einsatz des Baustoffs Holz und alternativer Energieformen, die Digitalisierung des Planungsprozesses sowie Aspekte der Kreislaufwirtschaft stellen dabei zukunftsträchtige Antworten auf den Klimawandel dar.
So weisen zum Beispiel die Siegerprojekte der Bauträgerwettbewerbe im Rahmen des 1. Wiener WohnBAUMprogramms neuartige Energieversorgungskonzepte zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen auf. Sole-Wasser-Wärmepumpen, Grundwasser-Wärmepumpen, Tiefensonden und Photovoltaikanlagen auf extensiven Gründächern kommen zum Einsatz – um nur einige innovative Energielösungen zu nennen.
Das Programm umfasst neun Standorte in den unterschiedlichen Bezirken – vom 11. bis zum 23. Bezirk. In drei Phasen entstehen rund 1.200 leistbare und nachhaltige geförderte Wohnungen in Holz- und Holz-Hybrid-Bauweise. Damit leistet der geförderte Neubau einmal mehr einen maßgeblichen Anteil zu Wiens Klimaneutralität 2040.
Projekte des WohnBAUMprogramms finden Sie unter anderen auf unserer Neubau-Map:
Die nachhaltige Entwicklung gesamter Quartiere ist viel mehr als die Umsetzung von einzelnen qualitätsvollen Wohnbauten. Um die Bebauung und den Freiraum in Einklang zu bringen, bedarf es der Koordination der Projektplanungen und der Entwicklung untereinander. Die Einbindung in die Umgebung – das Areal und die Nachbarschaft betreffend − spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Daher rief der wohnfonds_wien 2021 das Instrument Qualitätsbeirat ins Leben. Dieser kommt bei großen, ausgewählten Stadtentwicklungsgebieten zum Einsatz.
Der Qualitätsbeirat begleitet geförderte und freifinanzierte Projekte gleichermaßen und forciert die Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Darüber hinaus übernimmt er die Qualitätssicherung für das gesamte Stadtquartier und gewährleistet, dass sich die von der Wiener Stadtteilplanung festgelegten Vorgaben auch tatsächlich in diesem wiederfinden. Städtebauliche, architektonische, freiräumliche, soziale und ökologische Gesichtspunkte werden somit nicht mehr nur bei einzelnen Bauvorhaben einer Prüfung unterzogen, sondern bauplatzübergreifend, das komplette Quartier umfassend betrachtet. Zu den zentralen Querschnittsthemen zählen: Erdgeschoßzonen und Freiraum, Mobilität und Garagenkonzept, Klima, Energie und Artenschutz sowie Baustellenlogistik, Bauphasen und Besiedelung.
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Die Entwicklung eines Standorts geht weit über die Realisierung des einzelnen qualitätsvollen Wohnbaus hinaus. Das Zusammenspiel von Bebauung und Freiraum braucht die Abstimmung der Projekte aufeinander und deren Einbindung in den Gesamtkontext des Quartiers und in die Nachbarschaft.
Innovative alternative Energielösungen, die Berücksichtigung von kreislaufwirtschaftlichen Prinzipien, der architektonische Kanon und ein konzertiertes Erscheinungsbild, die Abstimmung der effizienten Baustellenlogistik – auch in Bezug auf die Bauphasen –, die Gestaltung und funktionale Programmierung von Erdgeschoß- und Sockelzonen, die Konzeptionierung eines vernetzten Freiraums, die gut durchdachte Situierung der quartiersbezogenen Gemeinschaftsräume, bedarfsorientierte Mobilitätslösungen und die Ansprüche an eine städtebauliche wie soziale Nachhaltigkeit sind gleichermaßen zu berücksichtigen.
Der Qualitätsbeirat gewährleistet die abgestimmte Entwicklung bei großen ausgewählten Stadtquartieren. Ganzheitliches, alle Bereiche umfassendes Denken und die Identifikation von speziellen, gemeinsamen Schwerpunkten stehen dabei im Fokus. Die Qualitäten, die lebenswerte Quartiere ausmachen, lassen sich in fünf Kategorien zusammenfassen: Klima, Energie & Kreislaufwirtschaft, Städtebau & Architektur, Freiraum & Öffentlicher Raum, Standortökonomie und Kultur & Soziales.
Details zu den Beurteilungskriterien finden Sie in diesem Dokument: Download PDF
Nachhaltige Quartiersentwicklung zeichnen vielschichtige Aspekte aus. Für ein funktionierendes Wohnquartier sind nicht nur qualitätsvolle Wohnungen wichtig, sondern auch eine dazu passende Infrastruktur mit einem optimalen Nutzungsmix, der soziale Interaktion fördert. Belebte Erdgeschoßzonen, moderne Arbeitsformen, bauplatzübergreifende Gemeinschaftseinrichtungen sowie ein vernetzter Freiraum mit Bewegungsangeboten und identitätsstiftenden Plätzen haben dabei Priorität und sorgen für ein gutes Miteinander der Bewohner*innen.
Auf Initiative des ehemaligen Wohnbaustadtrats und jetzigen Bürgermeisters Dr. Michael Ludwig ins Leben gerufen, zeichnet die Stadt Wien herausragende geförderte Neubauprojekte mit dem Wiener Wohnbaupreis aus. Bei dem vom wohnfonds_wien ausgelobten Wohnbau-„Oscar“ stehen neben den vier Hauptkriterien Ökonomie, Soziale Nachhaltigkeit, Architektur, Ökologie vor allem die Umsetzung der Projekte auf dem Prüfstand. Besonderes Augenmerk legt die hochkarätige Expert*innen-Jury auf Nutzerorientierung und Gebrauchstauglichkeit.
Die Auszeichnung wurde bis dato viermal vergeben.
Mehr Informationen zu den aktuellen Preisträger*innen finden Sie hier:
Der wohnfonds_wien ist nicht für die Vergabe von geförderten Wohnungen und Gemeindewohnungen zuständig. Im Bereich des geförderten Wohnungsneubaus stellt der wohnfonds_wien für gemeinnützige Bauträger Grundstücke bereit und führt qualitätssichernde Verfahren durch (Grundstücksbeirat, Bauträgerwettbewerb, Qualitätsbeirat). Damit gewährleistet er, dass qualitätsvolle, gut leistbare, bedürfnisgerechte Wohnungen errichtet werden.
Der wohnfonds_wien vermittelt aber keine Wohnungen. Für die Vergabe von Gemeindewohnungen und geförderten Wohnungen zeichnet die Wohnberatung Wien verantwortlich.
Kontaktdaten Wohnberatung Wien:
Link zur Website: https://wohnberatung-wien.at/
Guglgasse 7–9/Ecke Paragonstraße (Erdgeschoß), 1030 Wien
Tel.: 01/24 111, Mail: wohnberatung@wohnberatung-wien.at